Idylle auf dem Teller: Können wir wirklich nicht ohne?

 

In der Spiegel-Titelgeschichte von letzter Woche (Mahlzeit – Unser globalisiertes Essen) ging es um die Lebensmittelwirtschaft in Deutschland, und darum, dass die Nähe zwischen Verbrauchern und einem der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland, mit dem fast jeder Mensch täglich in Berührung kommt, verloren gegangen ist. Häufig fehlt heute das Vertrauen in die Lebensmittelbranche.

Für uns als Lebensmittelunternehmen ist das natürlich ein Punkt, über den wir intensiv nachdenken und überlegen, wie wir als Unternehmen dazu beitragen können, diese Nähe zu unseren Verbrauchern zu verbessern.

Ein interessanter Aspekt in dem Spiegelartikel bezog sich auf die Kommunikation von Lebensmittelunternehmen: Spiegel kritisiert, dass Unternehmen den Verbrauchern heute vielfach ein falsches Bild der Lebensmittelproduktion übermitteln: dass z.B. gezeigt wird, wie ein Joghurt von einem Senner auf der Alm hergestellt wird, der die Früchte noch von Hand in den Joghurt schneidet. Und das, obwohl die Produktion heute in den allermeisten Fällen hochtechnologisiert ist und von modernen Produktionsanlagen unterstützt wird. Die Idylle einer Lebensmittelproduktion wie vor 100 Jahren gibt es heute in den großen Betrieben nicht mehr.

Andererseits ist diese Idylle laut Spiegel auch genau das, was viele Verbraucher sich im Zusammenhang mit der Herstellung  Ihrer Lebensmittel wünschen – obwohl insgeheim doch viele wissen, dass diese romantische Vorstellung der Lebensmittelproduktion heute in den größeren Betrieben nicht mehr Realität ist.

Für uns gibt es bei dieser Thematik insbesondere einen Aspekt, den wir bisher nicht zufriedenstellend auflösen können weil zwei Anforderungen aufeinandertreffen, die wir nicht gleichzeitig bedienen können:

Hohe, gleichbleibende Produktqualität und vor allem die Sicherheit unserer Lebensmittel sind ganz klare Anforderungen unserer Verbraucher und unser oberstes Ziel (neben der Anforderung, dass unsere Produkte natürlich sehr gut schmecken müssen!). Und für diese Sicherheit sind in hohem Maß die Errungenschaften der modernen Technik, die modernen Produktionsanlagen, verantwortlich, durch die wir die Qualität exakt überwachen und streng kontrollieren können.

Und obwohl die Verbraucher diese Sicherheit und eine gleichbleibend hohe Qualität für ihre Lebensmittel haben möchten, wollen viele die Produktionsrealität in größeren Lebensmittelbetrieben, die ja genau dafür sorgt, nicht so gern sehen – weil sie eben keine Idylle der Joghurtherstellung wie auf der Alm ist. Es ist bei uns heute eine Produktion mit Milchlastern, die die Milch von den umliegenden Höfen in die Molkerei bringen, wir haben große Fermentationstanks, in denen die Milch dann zu Joghurt wird, und wir haben Abfüllanlagen einer modernen Produktion, in der an einer Anlage über 20.000 Joghurtbecher in der Stunde abgefüllt werden können.  Ich persönlich finde die Produktion in unseren Molkereien sehr spannend. Es ist keine Alm-Idylle, aber sie ist anfassbar und durchaus ein Erlebnis.

Wir nehmen die Kritik des Spiegels jedenfalls ernst und wir wissen, dass wir als Unternehmen stärker zeigen müssen, wie es bei uns in der Produktion wirklich aussieht. Genau deshalb haben wir der Spiegel-Redakteurin auch unsere Molkerei in Rosenheim gezeigt. Zurzeit arbeiten wir gerade an Konzepten, wie wir unsere Molkereitüren noch mehr und für weitere Interessierte öffnen können - natürlich in Einklang mit unseren umfangreichen Hygienevorschriften. Hier schon mal ein kleiner Einblick unsere Produktion: http://www.danone-molkerei.de/#molkerei-2

Was habt ihr für eine Meinung dazu? Wie sind gespannt auf Eure Kommentare!

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