Aufräumen in Deggendorf statt Betriebsausflug



 

Unseren „Betriebsausflug“ am letzten Freitag werde ich so schnell bestimmt nicht vergessen: wir waren in Deggendorf und haben beim Aufräumen der überfluteten Gebiete geholfen!

Es war ein Betriebsausflug etwas anderer Art: statt Volleyballspielen und Grillen am Baggersee haben wir uns gemeinschaftlich dazu entschieden, nach Deggendorf zu fahren und als freiwillige Helfer beim Aufräumen zu unterstützen. Mit knapp 100 Danone-Kollegen aus der Hauptverwaltung in Haar und einigen Kollegen der Danone Molkerei Rosenheim sind wir um 7.00 Uhr Richtung Deggendorf losgefahren. Vor Ort wurden wir von den Helfern der Stadt Deggendorf in kleine Trupps eingeteilt und bekamen unser Gebiet zugewiesen. Meine Kollegin und ich waren einem Haus zugeteilt, das erst am Vortag wieder freigegeben wurde und somit zum Aufräumen betreten werden durfte. Die Besitzer haben uns erzählt, dass das Wasser innerhalb von 90 Minuten zweieinhalb Meter hoch gestiegen ist – sie hatten also gar keine Zeit, ihre Sachen in Sicherheit zu bringen. Dementsprechend mussten wir das Haus im Erdgeschoss quasi in einen Rohbauzustand zurückversetzen weil alles vom Wasser und ausgelaufenem Heizöl verdorben war – gemeinsam mit Helfern des Technischen Hilfswerks und einigen Polizeibeamten aus Deggendorf: Wir haben die komplette Einrichtung entfernt, teilweise mitsamt Inhalt, den Parkettboden herausgerissen, die Isolierung darunter entfernt und die Tapeten in den Zimmern abgenommen. Außerdem musste der Garten aufgeräumt werden, in dem – von Autoreifen über Schuhe, Holz und Gießkannen - alles kreuz und quer verstreut lag.

Es war ein anstrengender Tag und wir hatten einen ziemlichen Muskelkater am nächsten Tag – aber es hat sich gelohnt! Es war ein gutes Gefühl, mit den eigenen Händen mit anpacken zu können und den Leuten zu helfen. Beeindruckt hat mich vor allem auch der Zusammenhalt unter den Helfern. Wir haben gemeinsam Ketten gebildet um möglichst schnell und effizient zu arbeiten und haben uns alle gegenseitig unterstützt.
Als das Haus komplett ausgeräumt war habe ich in dem Rohbau des Erdgeschosses noch einen 1-Cent-„Glückspfennig“ gefunden und ihn dem Hausbesitzer geschenkt. Ich hoffe, es bringt ihm Glück beim Wiederaufbau!
Wir wünschen es den Deggendorfern von ganzem Herzen!

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