Aktion Engel für einen Tag im Perlacher Forst

Statt um 9 Uhr pünktlich im Büro an meinem Schreibtisch zu sitzen, stand ich, in geblümten Gummistiefeln und für Sonne statt Regen betend, mit meinen 20 Marketing-Kollegen auf einem Parkplatz im Süd-Osten Münchens. Ein Biotop mitten im Perlacher Forst galt es zu erhalten. Warum? Das wusste zu dem Zeitpunkt eigentlich noch keiner von uns.

Abgeholt und immer noch nicht aufgeklärt wurden wir aber von Josef Würzburger, Forstamtsrat und bayerisches Urgestein. Anschaulich hat er uns erst einmal die Historie und Besonderheiten des Perlacher Forsts erklärt. Im Übrigen ist der Wald Eigentum des Freistaats Bayern und damit gehört er auch ein bisschen uns – für alle natürlich, die in Bayern gemeldet sind.

Weiter zu Fuß ging es dann direkt ins Biotop. Das hatte ich mir persönlich ein bisschen anders vorgestellt, nämlich schlammiger. Meine Gummistiefel wurden daher zusehends nutzloser. Im Biotop wurden wir von Forstamtsfrau Renate Kreuzer in Empfang genommen. Sie erklärte uns, dass das Biotop mit seinen insgesamt 3 Seen der Lebensraum für zahlreiche Amphibien und Insekten ist. Zuviel Bewuchs rund um die Gewässer könnte das Biotop jedoch zum Umkippen bringen und den Lebensraum der Amphibien bedrohen. Da die Pflanzen jedoch an zukünftigem Wachstum gehindert werden mussten und der Boden nicht zu stark zerstört werden sollte, war es nötig, richtig Hand anzulegen. Die kleinen, aber widerborstigen Sträucher und Gräser mussten inklusive der Wurzel aus dem Boden gerupft werden. Zur Hilfe hatten wir lediglich eine kleine Hacke oder Säge. Highlight, vor allem für die Männer in unserer „Rodungsgruppe“, waren die kleinen Birken, die wir ebenfalls fällen durften. Denn auch diese werfen zu viel Schatten auf das Biotop. 

 

Nach vier Stunden Arbeit und drei Blasen an der rechten Hand hatte ich mit meinen Kollegen die Aufgabe erfüllt. Ich muss sagen, dass ich viel dazu gelernt habe. Vor allem, dass meine Hände sehr empfindlich sind und Gummistiefel im Biotop gar nicht nötig sind!

Herzlichen Dank für den schönen und lehrreichen Tag an Josef Würzburger und Renate Kreuzer, die uns wunderbar anschaulich gezeigt haben, wie man die Natur schützen und für die Zukunft bewahren kann.

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